5. Juli 2026 · 5 min de lectura
Der Aufzug: Wartung, Prüfungen und die Rechnung, mit der niemand rechnet
In vielen Gemeinschaften ist der Aufzug nach dem Personal der größte Haushaltsposten. Und zugleich der Vertrag, den die wenigsten gelesen haben.
Die beiden Pflichten
- Der Wartungsvertrag mit einem zugelassenen Unternehmen, samt der vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfungen.
- Die wiederkehrende Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle, in dem Turnus, der sich nach Alter und Art des Gebäudes richtet.
Über keines von beidem wird abgestimmt: es sind Pflichten. Die Gemeinschaft entscheidet nur, mit wem und zu welchen Bedingungen.
Wo das Geld steckt: der Unterschied zwischen den Vertragsarten
Verträge gibt es meist in zwei Grundformen:
- Einfache Wartung: umfasst die Prüfungen und wenig mehr. Jedes defekte Teil wird gesondert berechnet.
- Vollwartung: umfasst Teile und Reparaturen, mit Ausschlüssen.
Die Vollwartung wirkt teurer und ist oft günstiger, denn ein einziger größerer Schaden kann mehr kosten als die jährliche Differenz. Aber man muss die Ausschlüsse lesen: fast alle schließen etwas aus, und meist genau das Teure.
Was vor Abschluss oder Verlängerung zu prüfen ist
- Laufzeit und automatische Verlängerung. Aufzugsverträge sind berüchtigt für lange Verlängerungen und strenge Kündigungsfristen. Tragen Sie die Frist in den Kalender ein.
- Was genau enthalten ist und was ausgeschlossen, schriftlich.
- Reaktionszeiten bei Störung und bei der Befreiung eingeschlossener Personen.
- Wie der Preis jährlich angepasst wird.
Die Rechnung, mit der niemand rechnet
Normbedingte Anpassungen und große Austauschmaßnahmen (Maschine, Türen, Steuerung) gehören in der Regel zu keinem Wartungsvertrag. Sie sind gesonderte und hohe Kosten.
Deshalb lohnt es sich, das tatsächliche Alter Ihres Aufzugs zu kennen und vorzusorgen. Ein alter Aufzug ist kein Problem, bis er eines ist — und dann geht es um mehrere tausend Euro pro Wohnung.
Und die Kostenverteilung
Zahlen die Erdgeschosswohnungen bei Ihnen keinen Aufzug, prüfen Sie, ob das in der Satzung oder in einem gültigen Beschluss steht und nicht bloß in der Gewohnheit. Es ist eine der häufigsten Konfliktquellen, sobald eine große Umlage ansteht.
Hören Sie auf, übers Verwalten zu lesen. Probieren Sie es aus.
Betreten Sie eine Beispielgemeinschaft, in der alles funktioniert, und testen Sie selbst.