19. August 2026 · 4 min de lectura
Der Gutachter gibt der Gemeinschaft nicht recht: was man tun kann
Die Meldung ist einfach. Das Problem beginnt, wenn das Gutachten sagt, der Schaden sei nicht gedeckt, oder wenn das Angebot nicht einmal die Hälfte des Kostenvoranschlags erreicht.
Zuerst: von der ersten Minute an richtig handeln
- Den Schaden fotografieren, bevor irgendetwas angefasst wird.
- Den Schaden so früh wie möglich melden; die Police sieht meist eine kurze Frist vor (üblich sind sieben Tage).
- Sofortmaßnahmen ergreifen, damit der Schaden nicht größer wird — das ist nicht nur erlaubt, es ist Pflicht: wächst der Schaden, weil niemand handelte, kann dieser Teil aus der Deckung fallen.
- Rechnungen über alles aufbewahren, auch über Notreparaturen.
Wenn ihr mit dem Gutachter nicht einverstanden seid
Das wissen die wenigsten: ihr müsst seine Zahl nicht akzeptieren. Das spanische Versicherungsvertragsgesetz sieht ein eigenes Verfahren vor: die Gemeinschaft kann einen eigenen Gutachter benennen. Einigen sich beide nicht, wird ein dritter Gutachter bestellt, und die drei geben ein gemeinsames Gutachten ab.
Ein reales und selten genutztes Instrument — allein es anzusprechen bringt viele Versicherer dazu, ihr Angebot nachzubessern.
Die Frist, die einem entgeht
Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag verjähren bei Sachschäden nach zwei Jahren. Klingt nach viel, vergeht aber zwischen Gutachten, Arbeiten und Versammlungen wie im Flug. Hakt die Sache, sollte man das im Blick behalten, bevor die Tür zufällt.
Was meist gedeckt ist (und was nicht)
Fast immer gedeckt: Wasserschäden, Brand, Diebstahl in Gemeinschaftsflächen, die Haftpflicht der Gemeinschaft und die Leckortung.
Fast immer ausgeschlossen: Verschleiß und unterlassene Instandhaltung. Daher kommen 80 % der Ablehnungen — und das ist zugleich das beste Argument für vorbeugende Wartung, denn einen wegen Vernachlässigung abgelehnten Schaden zahlt die Gemeinschaft komplett selbst.
Der langweilige Rat, der funktioniert
Die Police vor dem Schaden lesen, nicht danach. Zu wissen, welche Selbstbeteiligung gilt und was ausgeschlossen ist, verändert Entscheidungen: manchmal lohnt es sich, gar nicht zu melden, und manchmal lohnt es, die Deckung für sehr wenig Geld im Jahr zu erweitern.
Hören Sie auf, übers Verwalten zu lesen. Probieren Sie es aus.
Betreten Sie eine Beispielgemeinschaft, in der alles funktioniert, und testen Sie selbst.