17. Februar 2026 · 4 min de lectura
Leerstehende Wohnungen und Besetzung: was die Gemeinschaft tun kann
Wenige Themen erzeugen mehr Alarm — und mehr Fehlinformation. Was eine Gemeinschaft wirklich tun kann, ohne Mythen.
Vorbeugung (was tatsächlich in Ihrer Hand liegt)
- Ernst gemeinte Zugangskontrolle: ein Eingang, der immer schließt, Kontrolle über Schlüssel und Handsender, Licht an den Zugängen. Gelegenheitsbesetzung kommt durch die offene Tür.
- Leerstehende Wohnungen erfasst: der Kontakt des Eigentümers (oder der Bank bzw. des Fonds) ausfindig gemacht, BEVOR man ihn braucht.
- Lebenszeichen in lange leerstehenden Wohnungen: Absprachen mit dem Eigentümer (Post geleert, Rollläden wechselnd).
Die ersten 24–48 Stunden (falls es passiert)
Schnelligkeit ist fast alles: eine frische, offenkundige Besetzung erlaubt sofortiges polizeiliches Handeln — erkaltet wird daraus ein monatelanges Verfahren. Ablauf: erkennen → den Eigentümer SOFORT informieren → unverzügliche Anzeige durch den Eigentümer (die Gemeinschaft kann Schäden an Gemeinschaftseigentum anzeigen: aufgebrochene Haustür, illegale Anschlüsse an Gemeinschaftsanlagen).
Was die Gemeinschaft rechtlich darf
- Anzeige erstatten und auftreten in allem, was Gemeinschaftseigentum betrifft (Schäden, illegale Anzapfungen von Gemeinschaftsstrom oder -wasser: das ist eine eigene Straftat).
- Die Unterlassungsklage wegen störender oder gesundheitsschädlicher Tätigkeiten gegen die Bewohner jeder Wohnung erheben (Art. 7.2): der gemeinschaftliche Weg, wenn es echte Störungen gibt.
- Institutionellen Druck auf einen passiven Eigentümer ausüben (Banken/Fonds): Einschreiben mit der Forderung nach Instandhaltung und Beiträgen — die auflaufen und einklagbar sind.
Was sie NICHT darf
Eigenmächtig Gemeinschaftsversorgung abstellen, Schlösser fremder Wohnungen austauschen oder nachbarschaftliche "Räumungen": all das macht die Gemeinschaft zur Beklagten. Wirksame Entschlossenheit ist schnell und legal — die illegale wird sehr teuer.
Die Botschaft dahinter
Ein zusammenhaltendes Haus mit gepflegten Zugängen und Nachbarn, die sich kennen, ist statistisch der schlechte Kandidat. Die beste Politik gegen Besetzung heißt lebendige Gemeinschaft.
Hören Sie auf, übers Verwalten zu lesen. Probieren Sie es aus.
Betreten Sie eine Beispielgemeinschaft, in der alles funktioniert, und testen Sie selbst.