9. Juli 2026 · 4 min de lectura
Gemeinschaftsflächen und Grillen: Welche Regeln man wirklich aufstellen kann
Garten, Dachterrasse, Spielbereich, Garage. Im Sommer werden sie wirklich genutzt, und dann kommt die Frage: Was darf verboten werden und was nicht?
Was die Gemeinschaft regeln darf
Deutlich mehr, als die meisten annehmen — sofern es durch Beschluss der Versammlung und schriftlich geschieht:
- Nutzungszeiten der Gemeinschaftsflächen.
- Nutzungsbedingungen: Voranmeldung, Personenzahl, ob Gäste zugelassen sind.
- Grillen: wo, wann, oder ein Verbot auf Gemeinschaftsflächen.
- Haftung für Schäden und die Pflicht, den Bereich ordentlich zu hinterlassen.
- Begleitung von Kindern in bestimmten Anlagen.
All das passt in eine Hausordnung, die in der Versammlung beschlossen wird und alle Bewohner des Gebäudes bindet, ob Eigentümer oder Mieter.
Was sie nicht darf
- Einem Eigentümer die Nutzung eines Gemeinschaftselements verwehren, auf das er Anspruch hat, außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fälle.
- Geldbußen ohne Rechtsgrundlage verhängen.
- Regeln, was innerhalb einer Wohnung oder auf einer Sondernutzungsterrasse geschieht, jenseits wirklich störender Tätigkeiten.
Zum Grillen auf privaten Terrassen: Die Gemeinschaft kann es nicht einfach nach Belieben verbieten, sehr wohl aber einschreiten, wenn Rauch oder Belästigungen andere beeinträchtigen — und es gelten zusätzlich die kommunalen Satzungen, die vielerorts strenger sind.
Warum informelle Regeln nichts taugen
"Das war hier schon immer so" bindet niemanden, und schon gar nicht den neuen Nachbarn. Ist eine Regel nicht in der Versammlung beschlossen und im Protokoll festgehalten, hängt ihre Einhaltung vom guten Willen jedes Einzelnen ab.
Wie man es richtig macht
Schreiben Sie die Regeln auf ein Blatt, beschließen Sie sie in der Versammlung, nehmen Sie sie ins Protokoll auf und hängen Sie sie dort aus, wo alle sie sehen. Und überprüfen Sie sie alle paar Jahre.
Es gehört zu den Dingen, die am wenigsten Zeit kosten und über einen ganzen Sommer die meisten Streitereien ersparen.
Hören Sie auf, übers Verwalten zu lesen. Probieren Sie es aus.
Betreten Sie eine Beispielgemeinschaft, in der alles funktioniert, und testen Sie selbst.