11. Juni 2025 · 3 Min. Lesezeit
Fahrräder, Roller und Kinderwagen: der Stau in den Gemeinschaftsflächen
Der Hauseingang von 2026 hat ein Problem, das der von 1990 nicht hatte: er ist voller Räder.
Der Rahmen
Gemeinschaftsflächen sind kein Lager: Eingang und Treppenabsätze müssen frei bleiben (die Fluchtwegvorschriften verlangen es — ein Flur voller Kinderwagen und Fahrräder ist im Notfall ein echtes Risiko, keine Pingeligkeit). Aber der Bedarf, Räder, Roller und Kinderwagen abzustellen, ist berechtigt und wächst: ein Verbot ohne Alternative verbirgt das Problem nur.
Die Platzlösungen (von günstig nach teuer)
- Umräumen, was da ist: die tote Ecke im Eingang oder in der Garage mit Wandhalterungen für Fahrräder (30–60 € je Platz) macht aus Chaos Ordnung.
- Der Fahrradraum: einen wenig genutzten Gemeinschaftsraum zurückgewinnen (den alten, nicht mehr benötigten Zählerraum, den herrenlosen Abstellraum) mit Anschlüssen und Schloss. Beschluss und Nutzungsregel.
- In Garagen: eine markierte Zweiradzone (Farbe plus Ständer), die zudem "Besucherräder" aus den Autostellplätzen holt.
Die faire Regel
Eine Hausordnungsregel (einfache Mehrheit): was wo abgestellt werden darf, Kinderwagen mit vernünftiger Frist in der vereinbarten Nische (die Familie mit Baby kann den Wagen nicht jedes Mal hochtragen — Zusammenleben ist auch das), und die Entfernung verwaister Fahrzeuge (angekündigtes Verfahren: Anhänger, Frist, dokumentierte Entfernung).
E-Scooter: die Sicherheitsnuance
Lithiumakkus und ihr Laden sind das neue Brandrisiko: die zunehmende Empfehlung (in manchen Satzungen eine Pflicht) lautet, nicht in Gemeinschaftsflächen oder Fluren zu laden. Wird ein Raum mit Steckdosen eingerichtet, dann mit geprüfter Elektroinstallation — nicht mit improvisierter Mehrfachsteckdose.
Das Ergebnis
Freier Eingang plus ein würdiger Platz für die Räder ergibt eine jener billigen Verbesserungen, die die tägliche Lebensqualität des ganzen Hauses heben (und die Versammlungen ausnahmsweise mit einem Lächeln beschließen).
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